Vereinskronik

Vereinsgeschichte:

Der Fischereiverein Brettachtal e. V. wurde am 10.09.1971 in Rot am See im Gasthaus Zum Hirschen (Feuchter) gegründet. Ausgangspunkt war die Absicht des Wasserverbandes Brettach das neu errichtete Rückhaltebecken Beimbach an ortsansässige Fischer zur Bewirtschaftung freizugeben.

Seit diesem Datum vergrösserte sich der Bestand an Pachtgewässern stetig:

01.01.1972    Rückhaltebecken Beimbach

01.07.1972    Rückhaltebecken Brettach(Breitlohsee)

01.07.1972    Rückhaltebecken Seebach(Badesee)

01.07.1972    Brettach ab Rothenburger Landgraben bis Strassenbrücke Brettenfeld

01.07.1972    Seebach

01.01.1973    Brettach ab Brettenfeld Strassenbrücke bis Markungsgrenze Bemberg

01.04.1974    Brettach ab Markungsgrenze Bemberg bis Strassenbrücke

                        Kleinbrettheim

01.06.1977    Rückhaltebecken Blaubach

01.06.1977    Blaubach Steinbrücke bis zur Mündung in den Blaubachspeicher

Bis zum heutigen Tag werden die aufgeführten Gewässer vom Verein gehegt und gepflegt. Insgesamt stehen dem Verein ca. 12 Hektar Wasserfläche zur Verfügung. Die Vielzahl an Gewässern bieten jedem Angler verschieden Gewässerstrukturen. Vom Forellenbach, zum kleinen Fluss bis hin zum grossen, tiefen und abwechs-lungsreichen Stausee. Der Mitgliederbestand hat sich seit dem Gründungsjahr von 50 Mitgliedern mehr als verdoppelt. Auch der Nachwuchs hat in der Jungendgruppe eine Abteilung gefunden, in der man die Fischerei von der Pieke auf erlernen kann. Der Verein legt seit jeher auch sehr viel Wert auf Geselligkeit.  Neben vereins-internen Gemeinschaftsfischen wurden Jahresfeiern, Fischerfeste mit Festzelt und Gemeinschaftsfischen, sonntägliche Frühschoppen im Vereinsheim, sowie Seefeste in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen DLRG am Badesee durchgeführt. Das Highlight war allerdings die Veranstaltung Angeln mit Auwa (bekannt aus dem Fernsehen DMAX). Es war für Jeden eine tolle Sache mal zu sehen wie ein Profi angelt. Seit dem letzen Jahr bieten wir in den Wintermonaten DVD-Abende im Vereinsheim an.

In seinen Anfängen hatte der Verein auch sehr große Probleme mit Gewässer-verschmutzung und Fischsterben durch Einleitung von Jauche und Silosickersaft. Betroffen waren der Oberlauf der Brettach und das Rückhaltebecken Brettach (Breitlohsee) sowie der Blaubach. Das Rückhaltebecken Brettach (Breitlohsee) konnte damals durch finanziell aufwendige Belüftungsmaßnahmen vor dem totalen Umkippen bewahrt werden. Durch Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in den Gemeinde-blättern der umliegenden Ortschaften, sowie durch teils persönliche Gespräche wurde versucht, das Umweltbewußtsein aller zu verstärken. In Einzelfällen wurden Gewässerverschmutzer auch direkt angezeigt. Nach zwei Jahren konnten diese Probleme als gelöst angesehen werden. Zweimal kam es noch zu Fischsterben im Bereich Brettenfeld. Ein technischer Defekt in der Kläranlage hat Abwasser in die Brettach eingeleitet. Die verendeten Fische wurden geborgen und entsorgt. Die Gemeinde Rot am See kam ohne zu Zögern für den entstandenen Schaden auf. Gewässerverschmutzungen gehören bis auf Unglücksereignisse der Vergangenheit an. Das Vorkommen von Elritzen, Mühlkoppen und Krebse sind ein Indikator für die verbesserte Wasserqualität.

Die größte Herausforderung für die Vereinsmitglieder war das Abfischen des Rück-haltebeckens Beimbach im Jahr 1981. Dieses Rückhaltebecken mußte saniert werden, da das Bauwerk marode war und bei einem sehr großen Hochwasser ein-zustürzen drohte. Das Abfischen und Verteilen der Fische war großartig vorbereitet und organisiert (einschließlich Beleuchtung für Nachtarbeit).  Allerdings war unbe-kannt, wie zum Schluß das Abfischen am Grundablaß vor sich gehen sollte. Dies wurde dann auch zum Verhängnis, so daß ca. 1 Tonne an Fischen verloren gingen. Ein weitaus größerer Teil konnte jedoch in die anderen Seen umgesetzt werden. Das Rückhaltebecken Beimbach wurde dem Verein im Laufe des Jahres 2001 wieder zur Bewirtschaftung übergeben.

Ende 2010 musste auch das Rückhaltebecken Blaubach aus bautechnischen Gründen abgelassen werden. Dieses Gewässer wurde seit dem Jahr 1977 nicht mehr abgelassen. Die Vorbereitungen für das Ablassen wurden sehr detailliert geplant und alles wurde für den grossen Tag vorbereitet. In der Nacht zuvor wurde gegen 1:00 bemerkt, dass der Schlamm von den steilen Ufern in den See rutschte und somit die Restwassertiefe sehr stark verminderte. Es wurde von vorne herein  mit  Schlamm gerechnet, aber nicht mit einer Schlammhöhe von mehr als 3 Metern. Sofort wurde der Schieber am See wieder geschlossen um den Wasserstand wieder steigen zu lassen. Der Versuch am nächsten Morgen, den See mit einem Netz abzu-fischen scheiterte. Somit blieb nur die Alternative die Fische ca. 80 Meter unterhalb des Auslaufs an einem von uns angefertigten Rechen abzufischen. Bedingt durch das Schlammwasser und die dadurch resuliterende Sauerstoffzehrung, konnte das Verenden von vielen Zandern leider nicht vermieden werden. Alle anderen Fisch-arten haben diesen Tag recht gut überstanden und wurden auf die anderen Vereins-gewässer verteilt. Im Jahr 2012 wurde dieser See wieder neu besetzt und im Mai zur Befischung freigegeben. Der Wiederbesatz hat einen gewaltigen Betrag verschlun-gen.

Der Verein sucht stets neue Mitglieder um sorgenfrei in die Zukunft zu blicken. Jeder Verein lebt von seinen Mitglieder. Nur durch den Zusammenhalt aller, kann vieles bewegt werden und neue Wege eingeschlagen werden.